Eckdaten

WANN: 19.08.05 - 21.08.05
WO: Ottenstein

ANREISE:
Bernd und Thomas treffen sich um 16:00h an der Raststätte Barmen an der A46.
Sie stoßen dann zu mir und vielleicht einigen anderen um 16:30h hinzu zur Shell-Tankstelle an der B1 hinter Dortmund.
Falls jemand zu spät kommt oder im Stau steckt und wir an der Tankstelle warten sollen: 0160/7837200 <- Matthis
Dann fahren wir bis etwa Warstein und von da aus Bernds Garmin hinterher.

ABLAUF:
FREITAG
Am Freitag den 19. August wird die Anreise stattfinden.
Zunächst treffen sich Kleingruppen dann werden diese an einer Tankstelle zusammengezogen und eine Großgruppe fährt dann bis Warstein über die Autobahn, anschließend nach GPS zur Landherberge. Einige kommen mit Kind und Kegel, also mit einem Auto und dem Motorrad separat, will heißen, einige reisen getrennt von der Gruppe an.
Am Abend der Anreise gibt's Suppe und Brote von ca. 19-21 Uhr. Bis dahin sollten also alle angereist sein.
SAMSTAG
Am Samstagmorgen geht's nach dem Frühstück direkt ab auf die Piste die Touren werden am Freitagabend vorgeschlagen und ausgearbeitet.
Die Verpflegung am Samstag findet Unterwegs statt, wir werden also noch während der Tour für das leibliche Wohl sorgen. Abgerundet wird der Tourtag durch das abendliche Grillen mit Lagerfeuer.
SONNTAG
Am Sonntagmorgen gibt's dann wieder das sicher wunderbare Landherbergsfrühstück und im Anschluss die Abreise :(


Lesestunde Was zu lachen vom Didder

Karte (anklicken zum vergrößern)  


Teilnehmerliste

Insgesamt werden wir wohl ca. 20 Teilnehmer sein.
Bisher haben sich angemeldet (fehlen aber einige in der Liste):

Mit Sicherheit kommen:
Andrea und Uwe
Manuela und Björn
Sabine und Thomas
Biggi und Schatz
Jörg mit Frau
Dieter mit Frau
Ine
Michael
Matthis
Bernd mit Familie
Peter und Schatz

Stand 16.08.05


Die Abreise (Fast) Alle da. Ausreichend für die offiziellen Fotos

Fotos

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Bericht

Die Planungen für Tour nach Ottenstein haben wohl sehr früh begonnen, ich war jedoch zu dem Zeitpunkt nicht beim Stammtisch Ruhr bekannt, insofern musste ich mich relativ kurzfristig nachträglich direkt bei der Landherberge Ottenstein anmelden. Die telefonische Anmeldung war schließlich absolut problemlos.
Die Anreise am Freitag den 19.08.05 sollte bis 19h geschehen sein, Michael traf ich an einer Tankstelle hinter Dortmund um 16:30, einige Kilometer und Minuten später hinter dem Kreuz Unna trafen wir noch Bernd und Tommes. Irgendwo hinter Soest mussten wir vier einmal anhalten und eine Regenkombipause einlegen. Diese sollte später absolut gelohnt haben.
Ab etwa Warstein fuhren wir von der Autobahn A44 ab und fuhren Bernd auf seiner AT hinterher, welcher wiederum seinem Garmin hinterher reiste. Wir machten einige Umwege Rundwege nicht-Wege und kamen schließlich doch wohlbehalten bei der Landherberge an. Begrüßt wurden wir von der bereits beinahe kompletten Bagage. Sofort nachdem die Zimmer bezogen waren begann das Klönen, Benzinreden, der Schnack oder wie man es eben nennen möchte.
Die Nacht war angenehm ruhig, es gab keine nennenswerten Bewegungen zwischen den Zimmern und das Gebälk hat wohl allen vermuteten Belastungen standgehalten.
Das Frühstück in der Landherberge war unerwartet gut und üppig, besonders hervorzuheben waren die Aufschnitt-Spezialitäten.
Der Tourtag war mehr als nur verregnet. Am morgen regnete es Bindfäden, zwischenzeitlich auch Sturzbäche erst zum Nachmittag hin beschränkte sich Petrus auf Schauer. Es trennten sich nach dem Frühstück Dreck-Fraktion und Cappu-Tourer. Letztere kamen jedoch im ersten Anlauf nur ca. 5 Kilometer weit und kehrten dann um. Das Wetter entsprach schlicht nicht dem geforderten Tour-Charakter. Die Dreck-Fraktion hingegen genoss die Staubfreiheit und den erhöhten Schwierigkeitsgrad den der Regen hervorrief. Wir fuhren einige schöne Feld und Waldwege entlang und entschieden uns einst für einen Weg der in den Wald einstach. Dieser sollte für uns allerdings eine Sackgasse werden. Als Björns TKC80 den Vortrieb versagte läuteten Michael und mir auf Anakees sofort alle Alarmglocken. Jedenfalls machten wir kehrt und suchten andere Wege. Dies sollte natürlich das schwerste Stück dieser Tour gewesen sein. Später machten wir Pause an einem Unterstand der wohl eigentlich für Wanderer gedacht war. Doch was für Wanderer gerade gut genug ist, das ist für Enduristi absolut Perfekt. An dem Wanderunterstand begann das zweitschwierigste Gelände der Tour welches später an einem eigentlich einfachen aber leider Lehmig-glitschigen Teilstück erneut zum umkehren zwingen sollte. Dieses mal waren die Anakees jedoch alleinverantwortlich. Der Anakee ist eben ein Straßenreifen.
Zurück in der Herberge goss ich meine Stiefel aus und wollte gerade das Trocknen meiner Bekleidung einleiten, da rief mir von draußen jemand zu. "Wo bleibst du? Es stehen schon alle im Hof! Du kommst doch mit, oder?" natürlich ! Gleich wieder in die nassen Sachen geworfen ging's direkt in den zweiten Anlauf der Cappu-Tourer. Die Tour sollte recht kurz aber durchsetzt mit besten Kurven und schönsten Erlebnissen werden. Wunderschöne Dorfstraßen, Verbindungswege, Alleen, Waldstraßen und immer der Wechsel zwischen beinahe-Regen und grelle Sonne. Zur Halbzeit verteilte Michael noch seine allseits beliebten Süßigkeiten. Hier entstand ein Teil-Gruppenfoto und es wurde noch einmal viel Benzin und auch Wasser sowie Blut geredet. Es muss ja nicht immer um Karre gehen. Gerade auf Stammtischtour nicht.
Bei der erneuten Einkehr in die Landherberge konnte ich erneut Wasser aus meinen Stiefeln lassen, auf der zweiten Tour war zwar keins hinzugekommen, das der ersten Tour ist aber durchgezogen. Die Kleidung hab ich zum Trocknen aufgehängt und mich wieder in das "Gastzimmer" begeben. Hier war wieder Schnack-Zeit, um sich auf das Grillen einzustimmen wurde natürlich wieder ein wenig, oder auch ein wenig mehr, Alkohol konsumiert.
Uns wurde mehr Grillgut zur Verfügung gestellt als wir tilgen konnten. Damit hatten wir natürlich nicht gerechnet. Einzig die Salate und Beilagen wurden bald knapp und kamen auch nicht mehr nach (mangels Nachfrage bei der Herbergsmutter?). Das Fleisch und Anfangs auch die Beilagen waren jedenfalls vom feinsten und ließen keine Wünsche offen. So gesättigt konnten wir uns schließlich dem Lagerfeuer zuwenden, an welchem bereits die vier Cuxhavener saßen, diese hatten ihren fünften Mann bei der Anfahrt im Krankenhaus und sein Motorrad auf dem Schrott lassen müssen. Zudem hat ein Niederländer bei uns mitgegrillt, dieser ist Dozent für Betriebssysteme an einer Fachhochschule in den Niederlanden und demzufolge ein Bekannter von Andrew Tanenbaum dessen Buch Modern Operating Systems ich im Zuge einer Lehrveranstaltung gelesen habe. Man kennt eben jeden über sieben Ecken.
Nach dem anstrengenden Tag wurde das Lagerfeuer relativ früh gelöscht, ich glaube vor Mitternacht im Bett gelegen zu haben.
Am nächsten Morgen jedenfalls waren wir, nicht zuletzt durch das frühe schlafen gehen, wieder frisch um ans Werk zu gehen. Die Rückfahrten in Grüppchen wurden geplant wohingegen ich nicht in Ruhrgebiet sondern nach Bielefeld heimzukehren plante. Meine Rückfahrt machte ich anhand der Karte auf dem Tankrucksack und anhand des Sonnenstandes, wie ich es am liebsten tue. Die schönsten Strecken sind eben nicht auf Karten eingezeichnet.
Von Bielefeld aus fuhr ich nördlich von der A2 über die Felder des Münsterlandes wieder heim nach Dortmund.


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