Eckdaten

VON: Freitag den 02.09.05
BIS: 04.09.05
WO: Burg Breuberg am Rande des Odenwalds
WER: 60 Alper
WAS: Offizielles Treffen der Transalp Freunde Deutschland e.V.. Für dieses Treffen wird die örtliche Jugendherberge vollständig von Alpern belegt.
ANREISE (Ruhr): Eine kleine Gruppe Ruhralper trifft sich zur gemeinsamen Anreise am Freitag den 02.09.05 in Rummenohl an der Sparkasse um anschließend Landstraßen entlang der A45 zu folgen. Für die Anreise sind sechs Stunden, davon ca. 1,5 Stunden Pausen und Aussichten eingeplant. Entspanntes fahren ist bei derartigen Strecken selbstverständlich Pflicht.


659 Viel Alp Ein schöner Anblick. Es kann warm ums Herz werden.

Fotos

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Bericht

Am Freitag den 02.09.05 mittags um 11:30h traf ich in Rummenohl ein um mich mit einigen anderen Alpern zur gemeinsamen Anfahrt in den Odenwald zu treffen. Nach und nach trafen zunächst Rainman und Yewa (München/Hagen), wenig später Jörg und Simone (Wesel) und später noch Nico (Niederlande nicht Holland!) aus Holland ein. Wir einigten uns gütlich auf Yewa als Guide und folgten direkt zur ersten Tankstelle. Der Schrecken über die 1.40€ für den Liter Normalbenzin saß uns zwar noch in den Knochen als wir abfuhren, aber im Urlaub leistet man sich ja mal was.
Wir fuhren schnell und ohne das ich mitbekommen hätte wo lang, von Tankstelle zu Tankstelle und von Rast zu Rast. Stadtdurchfahrten ließen wir prompt hinter uns indem wir sie auf der Autobahn umfuhren. Und schon bald kamen wir an der Burg Breuberg am Rande des Odenwalds an.
Vielen Dank an Yewa für die tollen Nebenstraßen, die alternativen Landstraßen und die gekonnte Umgehung der Stadtdurchfahrten.
An der Burg Breuberg forderten uns Schilder auf in den Burghof zu fahren. Hier erwarteten uns das Orga-Team am Anmeldetisch, Alper die bereits angekommen waren sowie einige Leute die sich da hingesetzt hatten um sich das Spektakel immer neuer Alps anzusehen. Am Anmeldetisch erhielten wir neben unseren Zimmernummern auch eine art Begrüßungspaket bestehend aus den Roadbooks der verschieden Touren die angeboten werden sollten, einem Wahlschein für die schönste und hässlichste Alp sowie eine Literatur-CD mit den meisten Tests und Berichten über die Transalp und ihre Kontrahenten.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und die Maschinen abgeladen hatten sollten wir die Motorräder auf ihren endgültigen Parkplatz für die Nacht fahren. Hier sammelten sich bereits ca. 30 Alps aber es sollten noch weit mehr werden.
Das Abendbrot war einer Jugendherberge entsprechend einfach und funktional. Einzig die Suppe ließ mich mehrfach nachholen.
Als letzte trafen die Biker vom Stammtisch Melle ein und gesellten sich zu den anderen die bereits am Lagerfeuer saßen. Dieses wurde zweireihig besetzt, da 60 Mann und Frau einfach nicht um ein normales Lagerfeuer passten. Die erste Reihe leistete die Arbeit von Hitzeschutzkacheln, in der zweiten Reihe war es dadurch deutlich kühler. Die verschieden langen Anreisewege führten zu verschieden müden Alpern, jedenfalls war ein relativ zerstreuter Abgang zu beobachten.
Als ich in meinem Zimmer eintraf schliefen bereits einige Zimmerkameraden, ich musste mich also im dunkeln in mein Bett vorarbeiten. Die Betten waren funktional und bequem, obschon ich überrascht war wie viel besser doch das eigene Bett zuhause ist.
Da ich vergessen hatte mir einen Wecker zu stellen wurde ich von meinen Zimmerkameraden geweckt, das Frühstück hatte schon begonnen, ich musste mich also sputen noch etwas zu bekommen bevor die Touren starten. Das Frühstück ist bekanntlich in allen Jugendherbergen gleich gut (korrigiert mich) es stach jedenfalls nichts besonders hervor bis auf die Örtlichkeit, der Frühstückssaal war wohl das Fürstenzimmer in dem eine lippische Rose unter der Decke thronte.
Da ich bereits erkältet losgefahren war wollte ich eigentlich eine eher kurze Tour fahren, erfuhr jedoch, dass die Tour meiner Wahl eine nicht geführte sein sollte. Kurz entschloss ich mich für die Schotter-Tour.
Die Tour begann an der Ausfahrt der Burg an der wohl mal eine Hängebrücke hing, die aber durch eine Steinbrücke ersetzt wurde. Recht flott fuhren wir zum ersten Motorrad Treff dem "Waldhaus zum Engländer", hier gönnten wir uns hauptsächlich jeder ein Kännchen Kaffee, einige Stunden später soll dort wohl die Hölle los sein, als wir da waren trafen jedenfalls nur zwei weitere Transalp Touren ein.
Als erste eingetroffen fuhren wir natürlich auch als erste wieder ab, weiter ging's zum Teil über Schotter Wege zum nächsten Treff, dem "Landgasthof Jossgrund", einem "Motorradtreffpunkt Spessart". Die Biergartenplätze lagen unter großen Sonnenschirmen und der Bürgersteig lag getrennt hinter einem Fluss in dem ein noch laufendes Wasserrad hing. Hier kehrten wir zu Mittag ein. Das Tagesmenü: Tagessuppe, Salat, Hackbraten mit Spätzle, auf Wunsch Dessert. Dieses Menü war ausgezeichnet, die Bedienung war keck und freundlich. Dickes Lob an dieses Haus. Vom Motorradparkplatz hinterm Haus starteten wir erneut als erste zur weiterfahrt.
Mit frischem Staub auf Visier und Motorrad und nachdem uns auf einer Waldpiste eine Virago entgegengekommen war kehrten wir als nächstes in der Fußgängerzone von Gemünden ein. Bei einer Bäckerei bestellten wir Erfrischungsgetränke sowie Kaffee und machten uns wieder fit für die nächsten Kilometer.
Unseren letzten Stopp legten wir im Gasthaus Schleifmühle ein, hier "besetzten" wir ungewollt einen Tisch, die beisitzenden flüchteten wohl vor unserem direkten Auftreten, den Helmen auf dem Tisch und dem Staub auf unserer Motorradkleidung. Es wurden erneut Erfrischungsgetränke aufgetischt denn die Schotterkilometer zehren an der Kondition des ungeübten Fahrers.
Da wir mittlerweile ca. 280km aus den Tanks gepresst hatten und am nächsten morgen die Rückfahrt anstand machten wir noch einen Tankstop der allerdings ebenfalls als echte Pause durchgeht. Nach der Heimkehr in die Burg Breuberg mussten wir alle zu allererst duschen. Die Alps machten verstaubt den guten Eindruck von artgerechter Haltung.
Auch diesen Abend wurde wieder ein Lagerfeuer entzündet, diesmal fand jedoch das Abendessen auch im Burggraben statt. Das Grillgut war klasse, der Nudelsalat ebenfalls. Niemand ging leer aus und alle wurden wohl satt. Was kann man mehr erwarten? Nach dem Abendessen gab's noch einen klasse Video-Dia-Vortrag über die diesjährige EnduRoMainia. Solches Gelände mit einem Dickschiff wie der Transalp? Naja... wenn's geht bin ich demnächst auch dabei. Das Lagerfeuer löste sich bald auf, es waren ja auch alle erschöpft von den Touren.
Der Abfahrtstag war für mich der ruhigste Tag, nach dem Frühstück bestanden für mich keine Termine mehr. Da ich meinen Urlaub nach dem Treffen noch fortsetzen wollte hatte ich die Gelegenheit noch eine kurze Fotorunde um die Burg zu machen.



711 Treffen im Burggraben Es wurde zum Gruppenfoto gerufen